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Biodiversität im interkommunalen Umfeld

3. Arbeitstreffen der oberpfälzer ILE-Umsetzungsbegleiter*innen

Biodiversität im interkommunalen Umfeld

Waldsassen. Nunmehr zum dritten Mal trafen sich auf Einladung des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberpfalz die Umsetzungsbegleiter*innen der Integrierten Ländlichen Entwicklungen (ILE) in der Oberpfalz zu einem Arbeitstreffen mit dem Schwerpunkt ‚Biodiversität‘. Nachdem das Arbeitstreffen im letzten Jahr lediglich im Onlineformat stattfinden konnte, war es diesjährig wieder möglich sich im Rahmen einer Präsenzveranstaltung in der Stadthalle Waldsassen zu treffen, um das Thema ‚Biodiversität‘ im interkommunalen Umfeld zu beackern und gemeinsam Lösungsansätze zu erarbeiten, die Biodiversität als Querschnittsthema in der täglichen Arbeit in und zwischen den Kommunen voranzubringen.

Bereits beim Oberpfälzer ILE-Tag 2021, einem Treffen der oberpfälzer Akteure der interkommunalen Zusammenarbeit, der vier Tage zuvor auf Burg Falkenberg stattgefunden hatte, wurde sich im Rahmen von Impulsvorträgen dem Schwerpunktthema Biodiversität gewidmet, dass es nun auf Arbeitsebene zwischen den ILE-Umsetzungsbegleiter*innen zu vertiefen und zu konkretisieren galt. Daniela Wehner und Michael Neft vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz moderierten die ganztätige Veranstaltung.

Nach der obligatorischen Vorstellung der jeweils gastgebenden ILE, in diesem Fall der IKom Stiftland, referierte Marianne Badura, vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz, über die Instrumente und Maßnahmen der Biodiversität der Integrierten Ländlichen Entwicklungen, bevor die Teilnehmer anschließend in Kleingruppen Hemmnisse und erste Ideen für die Umsetzung von interkommunalen Biodiversitätsmaßnahmen gemeinschaftlich erarbeiteten. Der Ideenpool umfasste zahlreiche Maßnahmen: Angefangen von kommunenübergreifenden Ökoflächen-Katastern im Biotopverbund mit Biodiversitätsmaßnahmen entlang von Fließgewässern sowie öffentlichen Straßen und Wegen über die ökologische Dachbegrünung öffentlicher Gebäude, die Nutzung bestehender Freiflächen mit Photovoltaikanlagen für die Umsetzung von Biodiversitätsmaßnahmen bis hin zur gemeinschaftlichen Beschaffung von nachhaltigen Verbrauchsmaterialien für die Kommunen.

Die Teilnehmer waren sich einig, die in der Veranstaltung gewonnen Erkenntnisse, Ideen und Erfahrungen aus anderen oberpfälzer ILE-Regionen im Themenkomplex der Biodiversität gemeinem mit den Mandatsträgern vor Ort in konkreten Maßnahmen auszugestalten und für die Wichtigkeit des Arten- und Biotopschutzes aktiv zu sensibilisieren.

Das jährlich zweimal stattfindende Arbeitstreffen wird im April 2022 in der ILE Brückenland Bayern – Böhmen stattfinden. Die Liste an gewünschten Themen für das nächste Arbeitstreffen war lang. Dies – wie auch der rege Austausch in den kurzen Pausen - unterstreicht eindrücklich wie groß der Bedarf und wie zweckmäßig dieses Format für den gegenseitigen Erfahrungsaustausch auf Arbeitsebene zwischen den ILE-Regionen ist.

 Alternativer Zusatzblock (analog zur ersten Veranstaltung)

Das Instrument der Integrierten Ländlichen Entwicklungen gibt es in Bayern bereits seit dem Jahr 2005. Seither haben sich bayernweit an die 900 Kommunen in Integrierten Ländlichen Entwicklungen zusammengeschlossen. Ohne die eigene Identität einzelner Gemeinden aufzugeben, erarbeiten die interkommunalen Verbünde gemeinsame Lösungen zu aktuellen ökonomischen, ökologischen oder sozialen Herausforderungen. Wichtige Aufgabenfelder sind beispielsweise die Orts- und Innenentwicklung im ländlichen Raum sowie die Themen Biodiversität, Digitalisierung und Alltagsversorgung.